2012

Mobile Territorien

25. Januar bis 25. März 2012

Der Kunstraum Baden und visarte aargau spannen für einmal zusammen und präsentieren eine gemeinsam kuratierte Ausstellung. Diese versammelt neun künstlerische Positionen, die in unterschiedlichen Medien und Arbeitsweisen Fragen der Mobilität, des Reisens oder des Territoriums umkreisen. Damit wird ein Thema aufgegriffen, das Ausdruck ist für die aktuelle Lebensweise vieler Menschen, insbesondere auch von Kunstschaffenden – aus dem Aargau –, aber nicht nur.

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mit: Haus am Gern, Monica Ursina Jäger, Andrina Jörg, köfer/hess, Meszmer/Müller, Pat Noser, Arlette Ochsner, Claudius Weber, zacek/köppl   

Vernissage Mittwoch 25. Januar ab 18:30 Uhr 
Begrüssung und Einführung in die Ausstellung mit den Kuratorinnen Andrina Jörg, Patrizia Keller, Sadhyo Niederberger von visarte aargau und Claudia Spinelli, Leiterin Kunstraum Baden, 19 Uhr 
Brunch & Podium Sonntag 5. Februar 11/13 Uhr 
Kunstschaffende reisen in ein Krisengebiet. Erfahrungen und Fragen zur künstlerischen Umsetzung. Mit Pat Noser, Haus am Gern und Patrizia Keller (Moderation) 
Brunch 11 Uhr, Podium 13 Uhr 
Wolkenbruchrechnung Freitag 2. März 20 Uhr 
Texte zu Kartografie und Imagination geschrieben von Andrina Jörg, gelesen von Tania Winter, musikalisch begleitet von Theo Huser 
Filmabend im Royal Baden Mittwoch 7. März 20 Uhr 
Experimentalfilme und Kunstvideos zum Thema Mobilität und Territorium 
Anmeldeformular Filmabend.pdf 
Finissage mit Künstlergesprächen Sonntag 25. März 16 Uhr 
Mit Monica Ursina Jäger, köfer/hess, Meszmer/Müller, Arlette Ochsner, Claudius Weber, zacek/köppl und Claudia Spinelli (Führung/Moderation) 
Apéro anschliessend 

Bigger than Life

29. April bis 24. Juni 2012

Domenico Billari, collect if_fact, Markus Müller, Guido Nussbaum, Nele Stecher 

"Bigger than Life" dreht sich um die Sehnsucht, Spuren zu hinterlassen in einer Welt, in der das Mediale Massstab geworden ist. Die fünf ausgewählten Kunstschaffenden fokussieren Leben und Gesellschaft, fragen nach Erfüllung und Sinn. Sie positionieren sich entlang einer von Momenten des Widerspruchs und des Scheiterns gebildeten Bruchlinie, finden Wahrheit im Fiktiven, Poesie im Klischee, neue Bedeutung im vermeintlich Banalen.  

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Die Ausstellung umfasst Arbeiten in allen Medien. Malerei von Guido Nussbaum, neue, bisher noch unveröffentlichte Text-Bild Collagen von Nele Stecher, die – wie bereits im vergangenen Sommer – in engem Austausch mit einer skulpturalen Installation von Markus Müller ("Concrete revisited" 2006/2012) gezeigt werden. Die Videoinstallation "Ways of Worldmaking", mit der die Künstlergruppe collectif_fact im vergangenen Herbst in Genf Furore machte, wird in cineastischer Inszenierung einen Höhepunkt der Ausstellung bilden.  
mit:  Markus Müller , Nele Stecher , Guido Nussbaum , collectif_fact 

Zunächst allerdings gilt alle Aufmerksamkeit dem Auftritt von Domenico Billari ("Vado a Cali II") an der Vernissage. Die Aktion des Italoschweizers, der mit ebenso poetischen wie spektakulären Performances bekannt wurde, ist eine vom Aargauer Kuratorium ausgerichtete ECHO Veranstaltung des Performancepreis Schweiz 2011 und zugleich auch Vorbote der aktuellen Preisauschreibung. Sie wird am 18. August im Kunstraum Baden ausgetragen.

Vernissage und Performance 28. April 17-20 h 
Begrüssung / Ansprachen Daniela Berger, Stadträtin, und Claudia Spinelli, Leiterin Kunstraum Baden, 17:30 Uhr 
Performance "Vado a Cali II" von und mit Domenico Billari 18:30 Uhr 
Kultour Stonefloor unplugged 5. Mai 18, 19, 20 Uhr 
Eine Prise Soul, ein Schuss Jazz, Rock und etwas Ironie in den Texten. Vorverkauf und weitere Informationen auf www.kultourinbaden.ch 
Internat. Museumstag Quizaktion 20. Mai 12-17 Uhr 
Familien- und Lebensgeschichte aus künstlerischer Perspektive: Heitere Quizaktion für Jung und Alt zum internationalen Museumstag, der in Baden unter dem Motto "Wandeln durch Familiengeschichten" steht. Das Programm ist an keine Uhrzeit gebunden und findet über den ganzen Tag verteilt statt. 
Künstlergespräch 30. Mai 19 Uhr 
Mit den Kunstschaffenden und Claudia Spinelli (Moderation) 
Finissage 24. Juni 
Kuratorinnenführung mit Claudia Spinelli 15:30 Uhr, Apéro ab 16 Uhr

Performancepreis Schweiz

Samstag 18. August 13 bis 22 Uhr

Für einen Tag ist Baden die Hauptstadt der Performance! Die Kunstgattung zwischen Tanz, Musik, Theater und bildender Kunst ist noch jung und aktuell voll im Trend. Die grössten Talente unseres Landes können nun im Kunstraum Baden live erlebt werden. Sieben PerformerInnen und Performer aus allen Sparten treten auf und stellen sich dem Urteil einer Jury.

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Der Performancepreis Schweiz geht zurück auf eine Initiative städtischer und kantonaler Kulturbeauftragter, zur Zeit des Aargauer Kuratoriums, des Fonds d'art contemporain de la Ville de Genève sowie des Kunstkredits Basel-Stadt. Von Grundidee und Zielsetzung her hat er allerdings die ganze Schweiz im Fokus. Im November 2011 wurde der Wettbewerb zum ersten Mal in Genf ausgetragen. Im August 2012 sind nun die Aargauer an der Reihe. Sie haben die Austragung und Organisation des Anlasses dem Kunstraum Baden übertragen. 

Die erste Jurierungsrunde hat im Mai stattgefunden. Sieben Performer und Performerinnen haben den Sprung in die zweite Runde des Wettbewerbs geschafft und sich damit die Möglichkeit errungen, im August vor grossem Publikum aufzutreten.  

Der Performanceanlass wird am 18. August um 13 Uhr beginnen und den ganzen Nachmittag dauern. Nach einer Verpflegungspause von 18-20 Uhr steht ein Podium auf dem Programm, danach, um 21:30, folgt die Verleihung der Preise. Insgeamt CHF 50'000 werden von Seiten der drei beteiligten Städte und Kantone an eine oder mehrere Performancekünstler vergeben. 

Es ist uns ein Bedürfnis, auch auf das Podium (20:00) hinzuweisen. Im Fokus des Gesprächs werden die verschiedenen, teils konträren Vorstellungen stehen, die sich mit der Gattung "Performance" verbinden. Es soll um das Verhältnis zu Ort und Publikum gehen, um die Frage nach White Cube, Theaterbühne und öffentlichem Raum und um die verschiedenen theoretischen Bezugshintergründe, vor denen die PerformerInnen agieren. Titel der Veranstaltung ist "Performance ≠ Performance". Das Gespräch, an dem der Künstler San Keller, die Künstlerin Dorothea Rust und die Kuratorin Madeleine Amsler beteiligt sein werden, wird von der Kuratorin und Theoretikerin Susann Wintsch moderiert. 

13:00 Begrüssung & Ansprachen Daniela Berger, Stadträtin Baden; Dr. Rolf Keller, Präsident Aargauer Kuratorium; Sami Kanaan, Conseiller administratif de la Ville de Genève et Président du Département de la culture et du sport; Philippe Bischof, Leiter Abteilung Kultur Basel-Stadt 
13:30 Performance Alexandra Bachzetsis 
14:30 Performance Gregory Stauffer & Tarik Hayward 
15:00 Performance Sarina Scheidegger 
15:20 Performance Quynh Dong 
16:00 Performance Renata Burckhardt 
16:50 Performance Dorothea Schürch 
17:20 Performance Iris Baumann 
18:00 Pause, Essen und Trinken 
20:00 Podium mit Madeleine Amsler (Kuratorin, Genf),San Keller (Künstler, Zürich), Dorothea Rust, (Künstlerin, Zürich), moderiert von Susann Wintsch (Kuratorin, Zürich) 
21:30 Preisverleihung

Patrick Graf – Das auf der Karte westlich gelegene Meer

8. September bis 25. November 2012

Patrick Graf ist ein Geschichtenerzähler und Fantast. Seine Tagebücher, Zeichnungen, Bilder und Installationen sind in einem Paralleluniversum angesiedelt. Man könnte dieses für utopische Zukunft halten, in Wahrheit aber ist es ein Konglomerat aus Gewesenem. Überdrehte Figuren, rezykliert aus Comic, Kunstgeschichte und TV treiben darin ihr Unwesen.

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 Als Schöpfer der «Episoden aus dem Ypsilonischen Zeitalter», einer in Schulhefte gekritzelten Geschichte um den verrückten Dr. Y., hat Patrick Graf vor ein paar Jahren auf sich aufmerksam gemacht. Der Künstler entwickelt darin einen wilden Erzählstrang. Dieser streift vom beseelten Putzroboter bis zum irrwitzigen, dem Bösen verfallenen Professor alle gängigen Stereotypen des Zukunftsgenres. Der raumfüllenden Installation im Kunstraum Baden liegt ein neues Kapitel des «Ypsilonischen Zeitalters» zugrunde. Es ist in einer von bunter Vegetation und reichlich Zivilisationsmüll geprägten Unterwasserwelt angesiedelt, die von einem friedfertigen Volk, den Atlanten bewohnt wird. Leider ist es mit dem Frieden nicht so weit her – so der neue Erzählstrang – denn Menschen sind auf den Meeresgrund hinabgestiegen. Sie sind auf der Suche nach neuen Ressourcen. Nach Ressourcen, die aber nicht ihnen, sondern den friedfertigen Meerenbewohnern gehören. So kommt es zum Eclat. Und schliesslich doch noch zu einer Wendung hin zum Happy End: Einer der Erdlinge verliebt sich in die Königin der Unterwasserwelt. Der Entschluss, der Liebe Friede folgen zu lassen, ist schnell gefällt.

Soweit jedenfalls die "Rockoper", die der Künstler eigens für den Anlass geschrieben und komponiert hat. An der Eröffnung ist die Installation Bühne für das Stück, das später in Form von "Konserven" nachhallen wird. Patrick Graf wird seine Installation während eines Grossteils der Ausstellungsdauer bewohnen und als Atelier nutzen. Entsprechend wird sich der Raum laufend verändern und immer wieder zur Plattform für performative Aktionen werden.

Patrick Graf (geb. 1981) studierte an der zhdk. Er lebt und arbeitet in Zürich.

spezieller Dank an: Marco Scalabrini, Bettina Hemmi, Manuela Wanner, Basil Stücheli, Christa Ziegler, Marvin Zilm, Julia Schiwowa, Roman Blumenthal, Bettina Mürner 
Die Ausstellung wurde von Claudia Spinelli kuratiert und ist eine Coproduktion zwischen dem Kunstraum Baden und Fantoche, internationales Festival für Animationsfilm www.fantoche.ch.

Vernissage und Performance Mittwoch 5. September ab 18 Uhr  
Begrüssung / Einführung mit Annette Schindler, Direktorin Fantoche und Claudia Spinelli, Leiterin Kunstraum Baden 18:15 Uhr / Performance mit Patrick Graf & Freunden 19 Uhr / BBQ im Hof  
Führung Sonntag 23. September 12 Uhr  
Mit Claudia Spinelli, Leiterin Kunstraum Baden  
Künstlergespräch Mittwoch 24. Oktober 19 Uhr  
Mit Patrick Graf, Claudia Spinelli, Leiterin Kunstraum Baden, Nadja Baldini, Kuratorin Kunstlehrstuhl BBB und Sabine Rusterholz, Direktorin Kunsthaus Glarus
Finissage und Performance II Sonntag 25. November 16 Uhr