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Stadt ist.

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Julia Mensch «La vida en rojo»

2. September bis 27. Oktober 2019 – Vernissage Sonntag 1. September

Trotz ihrem deutsch klingenden Namen ist die Künstlerin Julia Mensch Argentinierin. Ihr jüdischer Grossvater machte sich einst aus einem kleinen Dorf in der Ukraine auf, um ein neues, besseres Leben für sich und seine Nachkommen zu finden. In der Neuen Welt begeisterte er sich für den Kommunismus und den Kampf für eine gerechte Welt. Der Kommunismus wurde für ihn und seine Familie, also auch für die Eltern von Julia Mensch zu einem zentralen, das ganze Leben bestimmenden Faktor.

Julia Mensch, die mit einem Schweizer Künstler verheiratet ist und heute in Berlin lebt, betreibt in ihrem Langzeitprojekt «la vida en rojo» eine Art Spurensuche. Sie begibt sich in die Fussstapfen ihres Grossvaters, aber in umgekehrter Richtung. Sie reist als neugierige Künstlerin zurück nach Europa und besucht die Orte, die im Leben ihres Grossvaters eine Rolle spielten. Die bislang letzte Station ist Salashi, das ukrainische Dorf in dem ihr Grossvater aufgewachsen ist.

«Touch Me I'M Sick» – Kunst begegnet Krankheit

30. November 2019 bis März 2020

Im Leben ist Krankheit ein grosses Thema, in der Kunst war sie lange ein Tabu. Heute ist das anders: Mehr und mehr Künstlerinnen und Künstler wagen sich mit Ernsthaftigkeit und Fantasie an das existenzielle Thema. Gezeigt werden rund zehn Positionen, die in ganz unterschiedlichen Medien – mittels Zeichnung, Malerei, Video und Installation – von der Begegnung mit Krankheit erzählen. 

In ihrem kleinen Essay «On beeing ill» schrieb Virginia Woolf, Krankheit und Schmerz seien das Gegenteil von Sprache. Die Unmittelbarkeit der Krankheit entzieht sich der Sprache und lässt sich nur schwer (objektiv) vermitteln. Wenn sich die Kunst mit Krankheit auseinandersetzt, dann stösst sie ziemlich schnell an eine Grenze, die sich an genau diesen Fragen reibt. Wie nah, wie konkret darf Kunst der Krankheit kommen? Dürfen künstlerische Statements auf unser Gemüt zielen, an unser Mitleid appellieren? Wie wird der Einzelfall, die konkrete Erfahrung zu einem Gegenstand, der adäquat kommunizierbar und damit auch debattierbar wird? Zehn Positionen zeigen unterschiedliche Möglichkeiten, einen Umgang mit dem existentiellen Thema zu finden.