Geschichte und Konzept

Seit über fünf Jahrzehnten betreibt die Stadt Baden einen eigenen, nicht kommerziell ausgerichteten Ausstellungsraum. In dieser Zeit hat sich die Institution, die zunächst im Kornhaus, dann im «Amtshimmel» an der Rathausgasse untergebracht war, zu einer kleinen Kunsthalle entwickelt. Heute befindet sich der Kunstraum Baden ein Steinwurf vom Bahnhof entfernt in einer ehemaligen Werkhalle der Regionalwerke.

Programm und Positionierung

Das Ausstellungsprogramm der Institution ist getragen von der Überzeugung, dass Kunst einen wichtigen Beitrag leistet zum Verständnis der heutigen Zeit und aktueller Gesellschaftsfragen. In einem vielfältigen Begleitprogramm wird die inhaltliche Vertiefung gepflegt und die persönliche Begegnung gross geschrieben. Angesprochen werden sollen nicht nur Erwachsene, sondern auch Jugendliche und Kinder. Hierzu werden punktuell Angebote für Familien entwickelt.

Der Austausch mit der regionalen und nationalen Kunstszene ist Ausgangspunkt eines Programmes, das lokale Verbindlichkeit pflegt und weite Ausstrahlung sucht. Der Fokus liegt auf Projekten, die einmalig sind und direkt für den Ort geschaffen wurden. In jährlich drei bis vier Ausstellungen ermöglicht die Institution aufwändige Produktionen. Die Künstlerinnen und Künstler sollen die Chance erhalten, ihr Projekt vor Ort zu entwickeln und - wenn möglich - experimentelles Neuland zu betreten.

Der kuratorische Fokus liegt auf Einzelausstellungen. Das Publikum erhält die Gelegenheit, sich mit Gedankenwelt und Schaffensformen eines einzelnen Künstlers/einer Künstlerin vertraut zu machen. Regelmässig werden jedoch auch Projekte erarbeitet, die einen thematischen Zugang zur Kunst ermöglichen. Kunst als Motor einer Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und weltanschaulichen Aspekten ist dem Kunstraum ein wichtiges Anliegen. In den «Truffes und Trouvailles» Ausstellungen schliesslich, erhält das Kunstschaffen aus dem Umfeld der Institution einen markanten Auftritt. In diesem Format, das alle zwei bis drei Jahre stattfindet, zeigt und inszeniert die Kuratorin, was ihr bei ihren Recherchen in den Künstlerateliers gefallen oder ihr Interesse geweckt hat.

Der Besuch der Ausstellungen im Kunstraum Baden ist unentgeltlich. Führungen für Schulen und Private sind nach Absprache jederzeit möglich.

Betriebsorganisation & Finanzierung

Der Kunstraum Baden gehört – nebst dem Historischen Museum und der Stadtbibliothek – zu den drei von der Stadt geführten Institutionen und ist organisatorisch der Abteilung Kultur angegliedert. Das kleine Team arbeitet hauptsächlich projektbezogen auf Ausstellungen hin und setzt sich je nach den inhaltlichen Anforderungen immer wieder neu zusammen. Diese Flexibilität erlaubt dem Kunstraum, sehr schnell auf das zeitgenössische Geschehen zu reagieren und ermöglicht ein Programm, das sich nahe am Puls der Zeit bewegt.

In der Finanzierung sichert die Stadt Baden die betriebliche Grundinfrastruktur des Kunstraumes. Dazu gehören die Kosten für Raummiete, Infrastruktur, Verbrauchsmaterial und Personal. Alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Erarbeitung und Gestaltung einer Ausstellung oder anderer Projekte entstehen, müssen über Drittmittel finanziert werden. Nebst der Unterstützung durch langjährige Partnerschaften mit Kulturstiftungen und Sponsoren generiert der Kunstraum einen kleinen Teil der Mittel für die Inhalte auch aus dem Verkauf von Werken, die in den Ausstellungen gezeigt werden.


Team

Claudia Spinelli, Leiterin, +41 56 200 84 49, claudia.spinelliNULL@baden.ch

Helena Wyss-Schefler, Administration, +41 56 200 84 50, helena.wyssNULL@baden.ch (Mi, Do, Fr Nachmittag)

Projekte Rolf Bismarck

Empfang +41  56 200 84 48, kunstraumNULL@baden.ch (während den Öffnungszeiten)

Technik Gianluca Trifilo, Leitung, Fabian Peña und temporäre Aushilfen

Aufsicht Mirjam Brunner, Levent Pinarci, Anina Projer, Marija Zivojinovic und temporäre Aushilfen