Hannah Parr und Beat Zoderer, MODEL BEHAVIOR
2. September bis 22. Oktober 2023
Hannah Parr (1984) und Beat Zoderer (1955) trennen 30 Jahre. Er ist einer der renommiertesten und auch international erfolgreichen Künstler der Region, sie stammt aus Grossbritannien und steht am Anfang ihrer Karriere. Ihr Interesse an alltäglichen Materialien, Systematik und Serialität verbindet sie. Hannah Parr, Beat Zoderers Ateliernachbarin und hin und wieder auch seine Assistentin, ist in den letzten Jahren verschiedentlich aufgefallen. Ihre Objekte vermengen solide Handwerklichkeit mit Glamour, seine Objekte machen gewöhnliche Alltagsstoffe zur Kunst. Auf Einladung des Kunstraums haben sie gemeinsam eine Ausstellung erarbeitet, in der beide Ansätze Raum erhalten, einander ergänzen und Reibungsenergien erzeugen können.
Hannah Parr ist 1984 in Bournemouth zur Welt gekommen. Nach einer Ausbildung zur Grafikdesignerin am Central Saint Martins College of Art and Design in London, machte sie in Berlin ihre ersten Schritte als bildende Künstlerin. Nach einem Artist-in-Residence-Aufenthalt in der Dominikanischen Republik kam sie nach Zürich, wo sie ihre Ausbildung an der zhdk 2020 mit einem Master abschloss. Sie lebt und arbeitet in Zürich, Wettingen und Berlin. Ausstellungen u.a. im Aargauer Kunsthaus, Eck in Aarau, Haus Konstruktiv, Last Tango, Zürich, Sexauer Gallery, Berlin.
Beat Zoderer kam 1955 in Zürich zur Welt. Nach einer Lehre als Hochbauzeichner arbeitete von 1971-78 in Architekturbüros. Seit 1979 arbeitet er als selbständiger Künstler. Zwei Studio-Stipendien der Stadt Zürich für Genua 1986 und New York im Jahr 1988 folgten auf Stipendien der Stadt Zürich. 1995 erhielt er den Manor Art Prize und 1998 eine Auszeichnung der Max Bill/Georges Vantongerloo Foundation, Zumikon. Zu seinen aktuellsten Einzelausstellungen gehören «Visuelle Interference» in der Kunsthalle Weisshaupt in Ulm, Deutschland, 2021 und «Less and More» im Museum Voorlinden, Wassenaar, Niederlande, 2022.
Beat Zoderer lebt und arbeitet in Wettingen.
© Fotos von Rolf Bismarck
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Termine
Freitag 1. September ab 18.30 Uhr
Vernissage
19.00 Uhr Begrüssung durch Steffi Kessler, Stadträtin Baden. Einführung in die Ausstellung mit Claudia Spinelli. Nach dem Apéro gibt es Köstlichkeiten aus dem WOK von Andrea Herendi
Donnerstag 7. September 12.15 bis 13.45 Uhr
Kunst über Mittag
Ausstellungsrundgang mit Claudia Spinelli und Hannah Parr
Anschliessend Mittagsteller, gekocht von Maria Bänziger (CHF 12.00 inkl. Getränke)
Anmeldung bis am Vortag um 12 Uhr: kunstraum@baden.ch
Donnerstag 14. September 18.30 bis 20.30 Uhr
SKETCH UP
Offenes Aktzeichnen mit Künstlerin Laura Badertscher – für Anfänger*innen und geübte Zeichner*innen.
Anmeldung: kunstraum@baden.ch (Unkostenbeitrag CHF 15.00)
Donnerstag 21. September, 18.30 Uhr
Verein Kunstraum Baden: Veranstaltungsreihe KEINE GATTUNG MACHEN
SOAP Podiumsgespräch mit Gästen (u.a. Hannah Parr)
Infos: www.verein-kunstraum-baden.ch und Anmeldung zum anschliessenden Nachtessen: info@verein-kunstraum-baden.ch
Mittwoch 27. September 12.15 bis 13.45 Uhr
Kunst über Mittag
Ausstellungsrundgang mit der Kuratorin, Hannah Parr und Beat Zoderer
Anschliessend Mittagsteller (CHF 12.00 inkl. Getränke)
Anmeldung bis am Vortag um 12 Uhr: kunstraum@baden.ch
Mittwoch 18. Oktober 19 Uhr
Meet the artists
Deborah Keller, Chefredakteurin Kunstbulletin, und Sabine Schaschl, Direktorin Haus Konstruktiv, im Gespräch mit Hannah Parr und Beat Zoderer. Claudia Spinelli, Leiterin Kunstraum Baden, moderiert.
Sonntag 22. Oktober ab 17 Uhr
Finissage und Abschied
Mit der Ausstellung MODEL BEHAVIOUR von Beat Zoderer & Hannah Parr geht eine Ära zu Ende: Der Kunstraum Baden, der ab Januar 2024 an neuer Adresse im Merker Areal zu finden sein wird, verlässt nach fast 20 Jahren die ehemalige Werkhalle in den Regionalwerken. Claudia Spinelli, Maria Bänziger und Rolf Bismarck geben ihren Abschied.
17.30 Uhr Abschiedsworte
Steffi Kessler, Stadträtin Baden
Annemarie Auer, Künstlerin aus Ennetbaden
Claudia Spinelli, Leiterin Kunstraum Baden
18.00 ca Konzertperformance
Mario Marchisella und João Orecchia Die beiden Musiker und Künstler lernten sich 2008 in Johannesburg kennen, wo sie auch zum ersten Mal zusammen auftraten. Ihr Spektrum reicht von Electronica über Jazz und experimentaler Noise–Music zu groovigem Clubsound. Das Duo ist eine Wundertüte, improvisiert, ist stilistisch offen und unberechenbar. Ihr Instrumentarium umfasst je nach Auftritt elektrifizierte Altagsgegenstände, Drums, elektrische Gitarren, elektronische Effektgeräte, Modularsynthesizer und Bassklarinette.
Die Ausstellung wird unterstützt von der Stanley Thomas Johnson Stiftung und der Josef und Margrit Killer-Schmidli Stiftung. Das Jahresprogramm der städtischen Institution Kunstraum Baden wird durch einen Beiträge des Aargauer Kuratoriums und der Gemeinde Ennetbaden möglich gemacht. Vielen herzlichen Dank!